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Pfeifentabake

Zu Zeiten, in denen die Mehrheit der Raucher lieber zu Zigaretten und Zigarren greifen, fällt man als Pfeifenraucher auf. Dabei ist die Pfeife in vielen sowohl nord- und südamerikanischen als auch europäischen Kulturen tief verankert und hat eine genauso lange Tradition wie der Tabakgenuss selbst.
Sogar zu Zeiten, als der Konsum von Tabak in Europa noch nicht Einzug gehalten hatte, rauchten die Leute bereits Obst und getrocknete Kräuter in Pfeifen. Die ersten Funde von Pfeifen datieren von 1600 v. Chr. und wurden schon damals aus verschiedensten Materialien wie beispielsweise Holz oder Keramik hergestellt.
Damals wie heute stellt das Rauchen von Pfeifentabak ein Ritual dar und wurde vor allem in der Kultur der alten Inka sowohl als religiöse Praxis als auch zum Abschluss einer Verhandlung oder einer Streitschlichtung eingesetzt. Aus dieser Tradition heraus entstand demnach der heutige Begriff der Friedenspfeife.
Auch in der Kunst findet dieses Symbol immer wieder Verwendung. Sowohl in der abendländischen als auch in der europäischen Malerei ist sie ein sehr populäres Motiv, da Pfeifentabak bis zum Ende des 19. Jahrhundert tief im Alltag der Menschen verankert war.
Und auch Pfeifen selbst werden oft kunstvoll verziert und aus edlen Materialien hergestellt. Denn auch das Material der Pfeife trägt erheblich zum Aroma bei und sollte deswegen nicht unterschätzt werden.

Ein vielseitiges Genussmittel

Die Verfahren zur Herstellung von Pfeifentabak sind im Laufe der Zeit vielen Veränderungen unterlegen. Die Produzenten sind immer wieder darum bemüht, ihren Konsumenten neue Geschmackswelten zu eröffnen. Dabei wird immer noch sehr viel Wert aufs Handwerk gelegt. Zwar erfolgt die Ernte heutzutage oft maschinell, die weitere Verarbeitung wird jedoch vor allem bei hochwertigem Pfeifentabak von Hand durchgeführt.
Die Weiterverarbeitung des Rohtabaks muss nicht unbedingt in den Herkunftsländern erfolgen. Auch in Deutschland werden diese mittlerweile immer öfter aromatisiert und auf den Markt gebracht. So kann er vor Ort individuell gemischt und mit den verschiedensten Aromen versehen werden. Die Verarbeitung des Pfeifentabaks ist eine wahre Kunstfertigkeit, denn je nach Methode kann man Blättern der gleichen Pflanze unterschiedlichste Aromen entlocken.
So gibt es nun ein breites Angebot an verschiedensten Sorten von Pfeifentabak. Der Geschmack des Tabaks kann dabei stark variieren: deutsche und amerikanische Tabake sind demnach nur leicht aromatisiert wohingegen der englische Tabak eher würzig und stark schmeckt und somit nahezu an Zigarren erinnern. Neuerdings gibt es sogar Pfeifentabak mit Fruchtaroma oder mit Whiskey- oder Rum-Geschmack.

Pfeifentabak heute

Obwohl der Konsum von Zigaretten die Pfeife etwas in den Hintergrund gerückt hat, zählt ihre momentane Anhängerschaft in Deutschland circa 700 000 – 1 Mio. Personen. Pfeifentabak ist deswegen in Deutschland auch immer noch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.
Anders als bei Zigaretten wird der Rauch nicht inhaliert, sondern gepafft. Deswegen wird weniger Nikotin aufgenommen, Pfeifenraucher sind weniger gefährdet, an Nikotinsucht zu erkranken als herkömmliche Raucher.
Zudem genießen Pfeifenraucher ein anderes Ansehen als andere Raucher. Wer Pfeifentabak raucht, dem wird nachgesagt, dass er einen gutmütigen Charakter und ein ruhiges Gemüt hat.
Anders als bei der Zigarette, die schnell einfach angesteckt werden kann, stellt das Stopfen einer Pfeife ein besonderes Ritual dar, das auch zum Genuss beiträgt. Wer eine Pfeife raucht nimmt sich Zeit, um diese auch gebührend zu genießen.